Jochen Friedrich Steege - Der erste Siedler
Er wurde 1730 in Pausin geboren und diente im Heer des Preußenkönigs
Friedrich II. als Grenadier. 1765 schied er - mehrmals verwundet - aus dem Heeresdienst
aus. Dann arbeitete er als Holzfäller beim Forstmeister Brandt im Forsthaus
Brieselang. Die täglichen Arbeits- und Wegezeiten betrugen 18 Stunden und
mehr. Besonders der Weg war für einen Invaliden sehr beschwerlich. Jochen
Friedrich stellte ein Bittgesuch an den König. Da er nicht schreiben und
lesen konnte, setzte der Pausiner Pfarrer das Gesuch auf. Darin hob er seine
Verdienste im Kriegsdienst hervor und bat um ein Stück Land. Die preußische
Bürokratie ließ sich viel Zeit und so verging über ein Jahr,
bis 1785 endlich der positive Bescheid aus Berlin kam. Aber bis zur Fertigstellung
des Hauses war es noch ein weiter Weg. 1787 wurde das Haus bezugsfertig. Steege
war da schon 57 Jahre und hatte die damalige Lebenserwartung schon überschritten.
Leider findet sich kein Hinweis darauf, ob er Nachkommen hatte und wann er gestorben
ist. Aber mit Fug und Recht kann man ihn den "ersten Siedler" im Brieselang
nennen.
Eigener Bericht (nach Frank Braun, MAZ 1991)