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Die schönsten Lieder und

Gedichte unserer Heimatdichter







Brieselang, mein Brieselang

Text und Melodie: Charlotte Krause, 1998
Musikalische Beratung und Bearbeitung: Sabine Schulz
Das Lied gibt es auf CD und MC, die Sie in der Gesamtschule erhalten.
Die Schule freut sich dafür auf eine kleine Spende.                   

1. Schlechte Zeiten in Berlin,
laßt uns raus ins Grüne zieh`n,
sagen Inflation und Hinterhof ade.
Mit dem Zug in Richtung Nau´n,
um uns da mal umzuschau´n,
wo´s noch Land gibt für ein mag´res Portemonnaie.

Brieselang, mein Brieselang wir fanden Dich,
und wir gaben Dir ein anderes Gesicht!
Schwere Arbeit wurde manchmal schon zum Fluch;
ein paar Bäume nur, ansonsten alles Luch!!

2. Und nun ging das Bauen los,
einer klein, der andere groß,
doch Paläste gab es hier auf keinen Fall.
Vater, Mutter, Opa, Kind,
jeder half, dann ging´s geschwind,
denn zum Haus gehörte noch ein kleiner Stall.

Brieselang, mein Brieselang Du warst so jung
und wir bauten Dich mit Energie und Schwung.
Braten, Eier, Obst, Gemüse knackig frisch
bringt die Mutter aus dem Garten auf den Tisch.

3. Sind Platkate in Berlin:
Kommt zu uns zur Kirmes hin -
Karussells auch Markt und Tanz, da geht es ran.
Ja die Tombola allein
hat als Hauptgewinn ein Schwein,
kommt zu uns und seht Euch Brieselang jetzt an.

Brieselang, mein Brieselang, Du wirst okay,
die Vereine schießen zahlreich in die Höh´.
Kleintierzucht-, Gesangverein auch Sport und Schwof,
ja die Brieselanger sind gewiß nicht doof.

4. Schlechte Zeiten für Berlin,
wer kann muß ins Umland flieh´n,
denn im Bombenhagel ist man in Gefahr!
Ist die Laube noch so klein,
kann man hier doch sich´rer sein,
ein Behelfsheim ist schnell da, das ist doch klar.

Brieselang, mein Brieselang hast uns bewacht,
gabst mehr Sicherheit und Schlaf noch in der Nacht
Du bot`st vielen Obdachlosen ein Zuhaus´,
die Berliner kamen hilfesuchend raus.

5. Grenzen gehen durch Berlin,
viele zieht es wieder hin,
aus den Trümmern baut man eine neue Stadt.
Die Besatzung Ost wie West,
hält an ihrem Status fest,
und die Mauer kommt und riegelt alles ab.

Brieselang, mein Brieselang behalt den Mut,
denn nach achtundzwanzig Jahr´n ist alles gut,
dann erst kannst Du Deine Mutterstadt beseh´n,
mit dem Schatz am Ku´damm wieder bummeln geh´n.

6. Boomtown-Zeiten in Berlin,
komm wir woll´n ins Grüne zieh´n,
sagen Autostau und Hochhaus gern ade.
Hat so mancher doch erfahr´n,
daß der Opa schon vor Jahr´n
kaufte Land das füllt ein dickes Portemonnaie.

Brieselang, mein Brieselang wir werden seh´n,
wenn wir später einst durch Deine Straßen geh´n,
ob vor Carport-Auffahrt bleibt noch Platz und Raum
für ´ne Birke unsern schönen Wappenbaum!

2 Extrastophen zum 75jährigen Jubiläum
(der Schule 1998, Anm. d. Red.)

7. Heute sollt Ihr noch erfahr´n,
daß vor fünfundsiebzig Jahr´n,
wurd´ein Schulhaus eingeweiht, nur klein, doch schön.
Nicht nur Schüler lernten hier,
auch für Lehrer gab´s Quartier,
keiner mußt´ nach Bredow mehr zur Schule geh´n.

Brieselang, mein Brieselang, so fing es an,
doch nach gut zehn Jahren baute man schon an,
dann gab´s viele Räume stattlich, hell und groß
und ´ne Aula mit ´ner Bühne ganz famos.

8. Doch auch das reicht bald nicht aus,
Essen gab´s im Spritzenhaus,
eine Küche und ein Werkraum mußten her.
Ach, es war ´ne schwere Zeit,
jeder kannte Sparsamkeit,
als der Neubau kam, da freute man sich sehr.

Brieselang, mein Brieselang Du kämpftest lang,
bis die Turnhalle für alle endlich stand,
doch die größte, die seit einem Jahr wir seh´n,
ist die Schule, wo die Kleinen gern hingeh´n.

 

brieslied2.jpg (2508 Byte)
   Für die Noten, klicken Sie hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Brieselang

Hans-Georg Beckert

Brieselang, du kleines Städtchen in der grünen Mark,
Wirst nun jünger, schöner, größer und das jeden Tag.
75 Jahre sollst du auf dem Buckel haben, doch es sind weit mehr,
Denn die eigentliche Gründung, ist schon länger her.

Brieselang nicht an der Briese, sondern mitten mang,
Rechts von Berlin, links von Nauen, immer am Kanal entlang.
Früher siedelten hier Slawen, dann der alte Fritz.
Du bist groß, vom Wald umgeben, warst niemals ein Herrensitz.

Wechselhaft und voller Trubel, war dein Werdegang.
Wie im ganzen deutschen Lande, ging´s mal links, mal rechts entlang.
Nach dem Absturz "schwarzer Vögel", war der Adler lange krank.
Doch nun steigt der "Rote" wieder. Und du sagst, Gott sei´s gedankt.

Deine Feuerwehr, die schöne, ist im ganzen Land bekannt,
Denn schon oft und mit Sirene, wurde mancher Brand gebannt.
Stolz sein könnt ihr Brieselanger, auf Schule, Kita, Hort,
Diese soll´n erhalten bleiben, uns´rem schönen Heimatort .

Die Gemeinschaft, sie wächst stetig, und das Herz pulsiert,
Täglich stehen neue Häuser, so dass keiner friert.
Auch die Straßen werden besser, doch es fehlt an Geld,
Das der Bund, wie alle wissen, fest und immer fester hält.

Nichts kommt heut´ mehr von alleine, alles wird errungen,
Wie es auch der Männerchor, schon vor Zeiten hat besungen.
Die Kultur lag nie am Boden, nun gibt´s ´nen Kulturverein.
Jeder, der die Musen liebt, wird auch dort willkommen sein.

Auf zur Radtour im April und zum Tanz im Mai,
Lasst die Röcke richtig fliegen, alle sind dabei.
Eine Kirmes soll es geben und ´nen Osterbrand,
Flammen sollen höher schlagen, leuchten bald im ganzen LAND.

Frische Bri(e)se - nicht nur im Verein -
Im Kopf und in den Herzen muss sie sein.
Darauf lasst die Korken knallen, trinkt nun Wein und Sekt,
denn im Kreise vieler Freunde, ist das Leben hier perfekt.

 

 

(alle Rechte bei den Autoren)

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